Wiesmet



Das zentral gelegene „Wiesmet“ nimmt eine besondere Stellung im Projekt ein. Im Feuchtwiesengebiet „Wiesmet“ kommt das gesamte Spektrum der europaweit rückläufigen Wiesenbrüter vor und es beherbergt etwa 50-80 % des bayerischen Brutbestands der Uferschnepfe, 50 % der in Bayern brütenden Rotschenkel und mehr als 20 % des bayerischen Bestandes an Großen Brachvögeln, wobei leider auch hier trotz der langjährigen Bemühungen die Bestände deutlich zurückgehen, wie die Grafik zu den Brutrevieren der letzten Jahre sehr anschaulich zeigt.


In hohem Maße besorgniserregend sind vor allem die seit Jahren sehr geringen Bruterfolge der Wiesenbrüter. Die Rückgänge sind vor allem zurückzuführen auf:

  • den Verlust an feuchtem bis nassem Grünland durch Verfüllung von Senken, Entwässerung und Abnahme von Hochwasserereignissen in den letzten Jahrzehnten, verstärkt durch klimatische Veränderungen,
  • dem hohen Prädationsdruck (überwiegend durch Fuchs, Marderartige oder Wildschwein) und die dadurch bedingten Gelegeverluste,
  • die Zunahme der intensiven Grünlandnutzung und
  • einer ebenso deutlichen Zunahme von Störungen durch Freizeitaktivitäten.

 Wiesmet mit Naturschutzgebiet „Heglauer Wasen“ im Vordergrund
Wiesmet mit Naturschutzgebiet „Heglauer Wasen“ im Vordergrund
 Wiesmet im Winter 2021
Wiesmet im Winter 2021

 Wiesmet mit Blick in Richtung Gunzenhausen
Wiesmet mit Blick in Richtung Gunzenhausen.