14. März 2022

 

Die Brutsaison hat begonnen – Bitte nehmen Sie Rücksicht auf Wiesenbrüter!


 Großer Brachvogel
Großer Brachvogel.

Ab März kehren die Wiesenbrüter wie der Große Brachvogel, der Kiebitz oder die Uferschnepfe aus dem Winterquartier wieder zurück ins Altmühltal und beginnen ihr Brutgeschäft. Sie sind sehr störungsempfindlich. Besonders Menschen oder Hunde werden als Bedrohung wahrgenommen. Deshalb bittet das Naturschutzprojekt „chance.natur Lebensraum Altmühltal“, die Brutgebiete zu meiden und Wiesen nicht zu betreten!

Das Altmühltal von Colmberg bis Trommetsheim ist eines der größten zusammenhängenden Wiesenbrütergebiete Süddeutschlands! Wiesenbrüter sind extrem gefährdet und vom Aussterben bedroht! Sie brauchen besonderen Schutz!


 Frei laufende Hunde stellen eine besondere Gefahr dar! Bitte Hunde an die kurze Leine!
Frei laufende Hunde stellen eine besondere Gefahr dar! Bitte Hunde an die kurze Leine!.

Besonders in der Brutzeit, von März bis Juli, reagieren Wiesenbrüter empfindlich auf Menschen, auf laute Geräusche oder freilaufende Hunde. Menschen oder Hunde werden als Bedrohung wahrgenommen. Altvögel fliegen auf und reagieren mit Warn-, Abwehr- oder Fluchtreaktionen. Gelege und Küken sind dann ungeschützt und können natürlichen Feinden, wie Krähen, Elstern oder Greifvögeln zum Opfer fallen. Halten Störungen an, besteht die Gefahr der Auskühlung. Bereits „natürliche Feinde“ gilt es abzuwehren. Jede weitere Störung kann eine zu viel sein! Sie führen zu unnötigen Belastungen während der ohnehin anstrengenden Brutzeit und können zum Verlust oder zur Aufgabe der Bruten führen. 


 Hinweisschild im Wiesenbrütergebiet
Hinweisschild im Wiesenbrütergebiet.
Deshalb bitten wir Sie, Rücksicht zu nehmen:
  • Meiden Sie nach Möglichkeit die Brutgebiete zwischen März und Juli!
  • Wenn vor Ihnen ein Kiebitz oder Brachvogel auffliegt, kehren Sie bitte um!
  • Beachten Sie die Schilder und bleiben Sie auf den Wegen!
  • Verhalten Sie sich ruhig und bitte
  • nehmen Sie Hunde an die Leine!

Wiesenbrüter, wie der Große Brachvogel, die Uferschnepfe oder Kiebitz sind vom Aussterben bedroht und stehen nach Naturschutzgesetz unter strengem Schutz. Ihre Bestände haben auch im Altmühltal trotz vieler Schutzbemühungen dramatisch abgenommen. Eine besondere Rücksichtnahme ist deshalb zwingend geboten!

Problematisch sind vor allem freilaufende Hunde, selbst wenn der Hund aufs Wort hört und Wildtieren nicht hinterherjagen sollte! Vögel, Küken oder andere Wildtieren, wie Rebhühner, Feldhasen oder Rehe erkennen den Hund als Gefahr und reagieren sofort, meist mit panischer Flucht. Hinzu kommen gesundheitliche Gefährdungen von Rindern durch Hundekot im Schnittgut.

Vorsicht ist nicht nur im „Wiesmet“ zwischen Ornbau, Streudorf und Muhr am See geboten! Weitere Brutgebiete liegen in der Altmühlaue südlich von Aha bis Trommetsheim und nördlich von Ornbau bis Herrieden sowie in den Niederungen zwischen Leutershausen, Brunst und Eyerlohe und westlich von Colmberg.

Auch vor und nach der Brutzeit ist Vorsicht geboten, wenn große Schwärme von Wiesenbrütern und zahlreichen anderer Vogelarten auf dem Weg vom oder ins Winterquartier in den Wiesen den Altmühltals Rast machen. Sie suchen hier Ruhe und Nahrung für den kräftezehrende Flug!

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