Wie der Flurname „Wasen“ schon ausdrückt, handelt es sich um ein sehr nasses Gebiet, Niedermoor mit einer Vielzahl extrem seltener und gefährdeter Tier- und Pflanzenarten. Neben Orchideen, Wollgräsern, Fieberklee und anderen typischen Moorpflanzen finden sich hier die letzten Refugien vieler schützenswerter, teils hochgradig gefährdeter Insekten- und Tierarten. Das Gebiet wurde deshalb in den 80er Jahren als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Aber die Bestände sind in großer Gefahr, zuzuwachsen.
Früher wurden die „Wasen“ gemeinschaftlich als Weide und noch bis in die 80er Jahre als „Streuwiese“, d.h. zur Gewinnung von Einstreu für den Stall genutzt. Vor etwa 40 Jahren wurden sämtliche Nutzungen aufgegeben. Die Bewirtschaftung war unrentabel. Dies führte zu einem enormen Zuwachs von Büschen und Gehölzen, die nun zunehmend die letzten Nieder- und Zwischenmoorflächen überwachsen und verdrängen.
Die hochwertigen Bereiche bedürfen dringend einer „Entbuschung“. Über das Projekt „chance.natur – Lebensraum Altmühltal“ wird dies nun sukzessive umgesetzt. Nachdem bereits 2025 im Kappelwasen eine erste Entbuschungsaktion durchgeführt werden konnte, wurde dies nun 2026 fortgesetzt und soll auch in einer weiteren Aktion auf den „Heglauer Wasen“ ausgedehnt werden. In den zentralen Bereichen wurde der Gehölzaufwuchs auf-Stock-gesetzt und anschließend aus der Fläche geborgen. Das „Freischneiden“ erfolgt durch sachkundiges Personal im Auftrag des Projektes.
Projekt „chance.natur - Lebensraum Altmühltal“ dankt allen Mitwirkenden!
Etwa 25 Helfer und Helferinnen packten am 05.02.2025 mit an, um das Moor am „Kappelwasen“ bei Ornbau vor weiterer „Verbuschung“ zu bewahren!
Dietmar Herold, der Projektleiter bedankte sich bei allen freiwilligen Helfern und Helferinnen, bei den Mitarbeitern des Bund Naturschutz Ansbach, die ihr Knowhow einbrachten, der Stadt Ornbau, Eigentümerin der Fläche, und Herrn Otto Sand, dem Geschäftsführer der Fa. Sand Türen GmbH, der mit einer Spende die Brotzeit ermöglichte!
Blick in das Zwischenmoor im NSG Kappelwasen im Mai 2023 vor der ersten Aktion, im Vordergrund gut zu erkennen, die Wollgrasbestände, die mehr und mehr von Gebüschen überwachsen werden.
Etwa 30 Helfer und Helferinnen packten auch im Februar 2026 mit an, um das Moor am „Kappelwasen“ bei Ornbau vor weiterer „Verbuschung“ zu bewahren! Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die Mitwirkenden ließen sich von der Kälte und Nässe nicht abschrecken, mit Gummistiefeln und voller Tatkraft ging es ans Werk und nach kurzer Zeit war eine Fläche von etwa einem halben Hektar wieder „freigestellt“.
Dietmar Herold, der Projektleiter bedankte sich bei allen freiwilligen Helfern und Helferinnen, bei den Mitarbeitern des Bund Naturschutz Ansbach, die ihr Knowhow einbrachten, der Freiwilligen Feuerwehr Ornbau für die Räumlichkeiten bei der anschließenden Verpflegung, und Herrn Ralf Schmidt, dem Geschäftsführer des Systemhaus Schmidt GmbH, der mit einer Spende die Brotzeit ermöglichte! Die Aktion hilft nicht nur dem Erhalt einer einzigartigen Fauna und Flora, das Engagement vieler freiwilliger Helfer macht Mut! Die große Bereitschaft mitzuhelfen, zeigt, dass Vielen die Natur am Herzen liegt! Es braucht weitere Aktionen dieser Art.