Blick in das Zwischenmoor im NSG Kappelwasen im Mai 2023 vor der ersten Aktion, im Vordergrund gut zu erkennen, die Wollgrasbestände, die mehr und mehr von Gebüschen überwachsen werden.
„Naturkleinode“ am „Kappelwasen“ und am „Heglauer Wasen“ brauchen dringend Pflege
Projekt „chance.natur - Lebensraum Altmühltal“ bittet um Unterstützung
Wie der Flurname „Wasen“ schon ausdrückt, handelt es sich um sehr nasse Gebiete, Niedermoore mit einer Vielzahl extrem seltener und gefährdeter Tier- und Pflanzenarten. Neben Orchideen, Wollgräsern, Fieberklee und anderen typischen Moorpflanzen finden sich hier die letzten Refugien vieler schützenswerter, teils hochgradig gefährdeter Insekten- und Tierarten. Beide Gebiete wurde deshalb in den 80er Jahren als Naturschutzgebiete ausgewiesen. Aber die Bestände sind in großer Gefahr, zuzuwachsen.
Früher wurden die „Wasen“ gemeinschaftlich als Weide und noch bis in die 80er Jahre als „Streuwiese“, d.h. zur Gewinnung von Einstreu für den Stall genutzt. Vor etwa 30 bis 40 Jahren wurden sämtliche Nutzungen aufgegeben. Die Bewirtschaftung war unrentabel. Dies führte zu einem enormen Zuwachs von Büschen und Gehölzen, die nun zunehmend die letzten Nieder- und Zwischenmoorflächen überwachsen und verdrängen.
Die hochwertigen Bereiche bedürfen dringend einer „Entbuschung“. Über das Projekt „chance.natur – Lebensraum Altmühltal“ wird dies nun sukzessive umgesetzt. Nachdem bereits 2025 im Kappelwasen eine erste Entbuschungsaktion durchgeführt wurde, wird dies nun 2026 fortgesetzt und auch auf den „Heglauer Wasen“ ausgedehnt. In den zentralen Bereichen soll der Gehölzaufwuchs auf-Stock-gesetzt und anschließend aus der Fläche geborgen werden. Das „Freischneiden“ erfolgt durch sachkundiges Personal im Auftrag des Projektes.
Für das Herausschaffen des Schnittgutes aus der Fläche braucht es aufgrund der Nässe viel Handarbeit. Deshalb suchen wir Freiwillige, die beim Bergen des Gehölzschnittgutes mithelfen. Die Aktion wird voraussichtlich Samstag, den 21. Februar (oder, falls das Wetter absolut nicht passen sollte, eine Woche später am 28. Februar) erfolgen. Wir beginnen um 9:00 Uhr am Kappelwasen. Nach einer Mittagspause - für einen Imbiss wird gesorgt – soll es ab ca. 13:00 Uhr im Heglauer Wasen weitergehen! Jeder Helfer ist herzlich willkommen, entweder vormittags oder nachmittags oder wer mag auch gerne vor- und nachmittags.
Jeder der Lust und Zeit hat, vormittags am Kappelwasen und/oder nachmittags am Heglauer Wasen mitzuhelfen, möge sich bitte bis 18.02.2026 melden unter info@lebensraum-altmuehltal.de oder Tel.: 0981 468 4450.