23.06.2026
Zweite Sitzung der Projektbegleitenden Arbeitsgruppe (PAG) tagt in Bechhofen.
Die PAG setzt sich zusammen aus Vertretern der Kommunen, der Landwirtschaft, der Wasserwirtschaft, der Jägerschaft, der Fischerei, des Tourismus und des Naturschutzes. Einmal jährlich trifft man sich mit den Fördermittelgebern. Die PAG dient der Information und dem Austausch.
Seit über einem Jahr ist das Projekt in der Umsetzung. Erste Erfolge werden sichtbar. Die Herausforderungen sind dennoch groß. Klimawandel, austrocknende Mulden, geringer Bruterfolg, hoher Prädationsdruck, landwirtschaftlicher Wandel, Störungen durch Besucher u.a.m. gefährden den Lebensraum. „Deshalb geht es nur Miteinander“, betont Landrat Marco Meier, der den Landkreis Ansbach, den Projektträger repräsentiert.
Projektmitarbeiter Thilo Albath und Frederik Werner informieren Im Rahmen der PAG über das bisher Erreichte. Projektleiter Dietmar Herold gibt einen Ausblick auf die weiteren Schritte.
Ein wichtiges Ziel ist die Ausweitung der extensiven Beweidung. Bernhard Schnabel berichtet von seiner Weide aus dem Wiesmet. Er betreibt sie seit 25 Jahren. Sie ist ein „Hotspot“ für den Kiebitz.
Doch wie kann man trotz Flächendruck und kleinteiliger Flächenstruktur mehr und größere Weideflächen schaffen? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Veranstaltung. Eine Umfrage in der PAG bringt mehr Klarheit. So sprach sich eine deutliche Mehrheit dafür aus, Informationsveranstaltungen anzubieten zum Thema Beweidung. Reinhold Meyer, Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbandes regt an, diese in kleineren Kreisen unmittelbar vor Ort anzubieten.
Frau Annette Hagius, Fachbetreuerin des Bundesamtes für Naturschutzes, und Frau Angelika Balzert vom Bundesumweltministerium, dem Hauptfördermittelgeber freuen sich über den gelungenen Start und die gute Vernetzung des Projektes.
Leider war dies auch der letzte (dienstliche) Besuch von Frau Hagius, da wir sie in den wohlverdienten Ruhestand verabschieden durften. Vielen Dank für die vertrauensvolle Zusammenarbeit! ♥
24.06.2026
Gebietsbereisung
Am Mittwoch durften wir den Fördermittelgebern und weiteren Projektbeteiligten bei strahlendem Sonnenschein den aktuellen Maßnahmenstand direkt im Projektgebiet zeigen.
Die Bereisung führte uns im Norden über Brunst-Schwaigau, wo auf verschiedenen Flächen gezielte Schilfmahd und Muldenoptimierung stattfand weiter nach Haag. Dort wurde neben der Schilfmahd in Koperation mit dem Wasserwirtschaftsamt Ansbach eine neue Mulde angelegt, welche mit einem mobilen Wehr reguliert wird. Eine kleine Beweidung mit zwei Rindern durch Familie Weiser von der Grünen Schmiede konnte ebenfalls initiiert werden.
Der Nachmittag galt den Maßnahmen im Wiesmet:
- solarbetriebene Pumpe zur Muldenbewässerung am Nesselbachzuleiter,
- Lebensraumanpassung und Planungen im Bereich Hirschlach,
- neue Beweidung in Ornbau mit Wasserbüffeln durch Franz Weeger.
Wir sind den Beteiligten sehr dankbar für die kontinuierliche und wertvolle Zusammenarbeit. Nur so kann ein solches Projekt erfolgreich umgesetzt werden!